I n t e r n a t   a m  R o t h a a r s t e i g

Das ist der neue Name des alten, am 1.10.1965 aus Todtmoos emigrierten Internat am Drübel ~ Jungborn-Internat.
Bis in das Jahr 2014 betrieb das Internat die Familie des Gastwirtes Wilhelm Korte, dessen Tochter Dagmar Korte es später übernahm. Derzeitiger Betreiber ist die Diakonische Stiftung Ummeln.
Zur Einrichtung gehört die Hans-Zulliger-Förderschule.

Diese Webseite dient dazu, interessierte Besucher auf die bis heute unvollständige „Erneuerung“ der Einrichtung aufmerksam zu machen.




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Antworten zu Aussagen von Herrn Hans-Werner Rötzmeier



In loser Reihenfolge greife ich einige Aussagen von Herrn Rötzmeier, Schulleiter der Hans-Zulliger Schule auf, wie sie öffentlich lesbar sind oder/und mir zugetragen wurden, und die man nicht unkommentiert so stehen lassen kann. Warum nicht? Weil sie für mich, alle zusammengenommen, in keiner Weise die Aufrichtigkeit einer ebenfalls ausgesprochenen Entschuldigung und Bedauern widerspiegelt; Und sich wie eine läppische Geste liest. Eine unangenehme, lästige Pflicht.


Die Zusammenstellung ist willkürlich, ungeordnet und unvollständig.


"Ich bin nicht Schulleiter einer Sonderschule, sondern einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung."


Antwort: Laut Landesschulgesetz ist die Schule eine mit "sonderpädagogischem Förderbedarf", an der Lehrer arbeiten (sollen) die das Lehramt Sonderpädagogik studierten (LABG 2009 u. AO-SF) und ein Staatsdiplom als Sonderschulpädagoge haben. Was soll diese Aussage, wenn nicht ablenken von der eigenen Widersprüchlichkeit? Zum Zeitpunkt dieser Aussage ist die Schule grade mal kurz vorher von der Stiftung Ummeln übernommen worden. Damit wurde auch der alte Internetauftritt der Einrichtung/Schule eliminiert. Bis dahin gab es offenbar keinen zwingenden Grund für den Schulleiter der Sonderschule, diese durch die Heimleitung so bezeichnen zu lassen: Nutzloses Engagement gegenüber einer allzu dominanten, ehemaligen und vorehemaligen Heimleitung, die sich ihrerseits wiederum auf die Praxis der Schulverwaltung berief? Wenn man weiss, WER in Heim Und Schule wirklich das Sagen hatte (Arbeitgeberfunktion), verwundert das nicht.

Dann wäre es aber auch an der Zeit, das endlich mal so zu sagen und zuzugeben.


"Ich werde hier an den Pranger gestellt und mit Dreck beworfen dabei gibt es nach Ihren Aussagen, aber die kann ich nicht beurteilen, Personen die wirklich Dreck am Stecken haben und es sicher auch verdient hätten zur Rechenschaft gezogen zu werden!“ Und die eigene Freisprechung gleich hinterher: "Aber daran trage ich keine Schuld, und ich habe auch niemals weggesehen, wie mir vorgeworfen wurde."


Antwort: Darf man dieser Aussage im Umkehrschluss entnehmen, dass hier Einer trotz genauen Hinsehens, keine Personen entdeckt hat die "Dreck am Stecken" haben könnten? Oder diese durch Zutragen von Vorfällen aus dem Schulalltag in die Lage versetzt haben könnte ihr "dreckiges Geschäft" zu betreiben? Ist die gequält-halbherzige Zugabe "Personen ..... nach Ihren Aussagen .... sicher ... verdient hätten zur Rechenschaft gezogen zu werden" so zu verstehen? Lohnt es sich dafür dann eine Entschuldigung auszusprechen?

Einmal mehr unterstreichen diese Aussagen, dass Heim Und Schule offenbar 2 verschiedene, weit voneinander entfernte Universen gewesen müssen. Mehr dazu im Verlauf des Textes.


"Ich stehe noch mit vielen ehemaligen Schülern in Kontakt und habe über dieses Thema (Anm.: Vorwürfe) mit ihnen gesprochen; und viele ehemalige Schüler haben uns in den letzten Monaten besucht und haben sich erschüttert gezeigt über diese ihrer Meinung nach unbegründeten Vorwürfe."

Viele haben sich danach bei mir entschuldigt.“

"..... Grundlage Vorwürfe von ehemaligen Schülern unserer Schule sind, die in den siebziger Jahren, also vor mehr als 40 Jahren und deshalb vor meiner Zeit, Schüler in Brilon waren."


Antwort: Es gibt eine Anzahl ehemaliger Schüler/Heimkinder, auch aus nach 70, die sich gerne vis a vis geäußert hätten, wenn sie denn nach 2 Jahren Herumgedibbere und erfolgloser Konfrontations- und Aussprachebemühungen noch das Durchhaltevermögen und die Lust dazu hätten. Inklusive derjenigen die es mal per Telefon in Heim- und Schulbüro erfolglos versucht haben. Wer sich aber weiter beschwert und Vorhaltungen macht, bekommt nun diese "freundliche" Erklärung geliefert: "vielleicht liegt es daran, dass es immer Verlierer und Gewinner in einem System gibt, diese Jungen scheinen eben zu den Verlierern zu gehören." Also haben wir es lediglich mit notorischen Nörglern und gescheiterten Existenzen zu tun, die ihren Lebensfrust an der falschen Stelle abladen? Die Opfer sind mal wieder selber schuld.

Einer nicht unerheblichen Anzahl Ehemaliger geht die ganze Story inzwischen schlicht auf den Keks und sie haben sich verabschiedet. Kann man es Ihnen verübeln?


Wer sollen auch diejenigen sein die sich "entschuldigt" haben für ungerechtfertigte Vorwürfe? Das erfährt man nicht. Müßig das herauszufinden. Aber warum sollten sich auch Schüler von vor Herrn Rötzmeiers Zeit für Aussagen entschuldigen, die Dinge von vor Herrn Rötzmeiers Zeit betreffen? Thema sind Aussagen und Vorwürfe die in des Lehrers Zeit fallen. Davon erlaube ich mir, als Destillat aller, die in dem Vorwurf "Petze" zusammenzufassen. Delikater Weise ist sogar einer dabei der nun kürzlich mit einem Gästebucheintrag seine Begeisterung über den erreichten Frieden mit Herrn Rötzmeier bekundete. Überhaupt: Erstaunlich kurz ist die Behandlung dieses Themas bei der "Aussprache" am 7.11.2015.


Behauptung gegen Behauptung und manch einer ist - wie dargestellt - nicht mehr in unserer Ehemaligengruppe und am Kommunikationsprozess beteiligt. Deren Aussagen sowohl in öffentlichen wie nichtöffentlichen Gästebüchern und Blogs (teilweise gelöscht), stehen nun für sich alleine da. Übrig bleibt eine Handvoll Ehemaliger die keine Ruhe geben, den Finger immer noch in die Wunde legen und schlicht nerven.


Aussagen diverser Ehemaliger, sowohl die Vor- wie Nachsiebziger Jahre betreffend belegen, dass die Hans-Zulliger Schule und ihre Pädagogen ausreichend in den Heimalltag eingebunden waren, um zu wissen was dort vor sich ging. Völlig absurd sind Aussagen die suggerieren sollen, man hätte keinen Einblick in den Heimalltag gehabt. Das ist schon systemisch schlicht Unsinn. Die Lebenswirklichkeit spricht sowieso dagegen. Und eine Handvoll Pädagogen von denen man weiß warum sie im Heim das Handtuch geschmissen haben. Die Förderschule ist und war schon immer eine pädagogische Einheit mit dem Heim, wie alte und selbst neue Webseite der Einrichtung beleg(t)en. Und der Informationsfluss war vorhanden. Die vormalige Klassenlehrerin, Frau Gutermuth, hat das in einem Telefonat mit mir deutlich bestätigt.


Und zu guter Letzt beweisen das vorhandene Dokumente aus Heimakten diverser ehemaliger Schüler.


Zitat aus einem "Interview": "Herr Rötzmeier erzählte, dass Herr Korte im Jahr 2000 auf einer Betriebsversammlung bekannt gegeben hat, die Einrichtung aus Alters- und Gesundheitsgründen zu schließen." Da war also einer noch ausreichend in die Belange/Geschäfte von Heim/Schule involviert. Alles klar?


Ein "Offenbarungseid"

Zitat: „Mein Ziel ist, ...... den guten Ruf unserer Schule zu erhalten; das Internat ist für mich zweitrangig."


Antwort: Der gute Ruf der Schule, wie sie heute ist, steht überhaupt nicht zur Debatte. "Zweitrangig" waren das Internat und seine Interna für Herrn Rötzmeier wohl schon immer - möchte man vor dem Hintergrund der beschriebenen Konstellation sagen.


Ich sage an dieser Stelle klipp und klar: Mit und für einen Heimleiter Wilhelm K. der gleichzeitig auch Arbeitgeber ist, arbeitet man nicht zusammen. Heute sowieso nicht mehr. Gestern auch nicht.


Warum nicht?


1. Das "System Korte" bestand nach Schilderungen Ehemaliger auch nach 1975 fort. Fairerweise muss man allerdings einkalkulieren, dass das in immer milderer Form langsam auslief, abhängig vom Einfluss fortschreitender gesellschaftlicher Aufmerksamkeit und Wandels, des pädagogischen Erziehungsbildes und neuer Pädagogen. Und natürlich vom langsamen Rückzug und des schwindenden Einflusses des alten Heimleiters selbst.


2. Weil ICH nachts von diesem besoffen aus dem Bett geholt und geschlagen wurde und mein Ziehvater (ehem. Pädagoge einer Suchteinrichtung für Alkoholkranke) mir noch heute erzählt dass er bei einem ersten Besuch einem Alkoholiker begegnet ist.


3. Weil dieser keinerlei pädagogische Berechtigung besaß, Kinder und Jugendliche betreuen zu dürfen. Nicht in der Form wie er es tat. Und sogenannte "Entwicklungsberichte" an die Jugendämter diverser Länder belegen zweifelsfrei die Urheberschaft an diesen, und den Informationsfluss zwischen Schule und Heim. Weitere Punkte bewahre ich/wir mir für ein persönliches Gespräch auf. Sollte die Chuzpe und der Wunsch zu diesem bestehen.


Für die erhobene Kritik, muss man einen bestimmten Lehrer/Schulleiter nicht persönlich kennen. Dafür reichen ein paar Fakten und glaubhafte Aussagen. Wenn ein Ehemaliger bsw. schreibt: "Herr Rötzmeier beantwortete mir ALLE meine Fragen auch die unangenehmen und ich hatte nie das Gefühl, dass er mir etwas verschweigt oder mich anlügt" so ist das schlicht billig und willfährig (oder es stimmt was mit seinem Gefühl nicht) - wie spätestens die Antworten zeigen, mindestens aber vollkommen überflüssig. Wirklich kritisch hinterfragen geht anders.
Eine ebenfalls zitierte Entschuldigung und Beileidsbekundung seitens des Schulleiters trifft, wie eben dargestellt, nicht den Kern meiner/unserer dargestellten Kritik. Mit der ich zwar nicht alleine stehe, aber ich spreche für mich.

Noch kurz vor dem genannten Interview habe ich diese in einem persönlichen Brief an den Schulleiter teilweise beschrieben und ein "Befriedungssangebot" gemacht. Eines, mit dem möglichst alle Ehemaligen "leben" können. Mit dem was dabei heraus gekommen ist, können es die allerwenigsten der Ehemaligengruppe. Und es kann nicht ein Einzelner einen Aufklärungs- und Aussöhnungsprozess für erfolgreich und beendet erklären, der es noch lange nicht ist. Für sich selbst ja, mehr aber auch nicht.
Dazu gehört mehr als die Selbstdarstellung Einzelner, sei es nun ein Erzieher, Lehrer, Heimleiter, sonstiger Einrichtungsbetreiber oder betroffener Bewohner und deren Angehörige. Haben wir schon mal den Erlebnisbericht/Stellungnahme eines ehemaligen Erziehers aus den 70er, 80er, 90er Jahren gehört? Fehlanzeige! Es existiert zwar ein solcher, aber der eignet sich (vorläufig) besser für eine persönliche Konfrontation. Weil mit dem einige Antworten in einem etwas anderen Licht erscheinen.....


Und darum ist der Schulleiter für mich und eine Handvoll weiterer Ehemaliger noch nicht entlastet. Nicht in dem Maße jedenfalls wie er sich selbst als vollkommen verantwortungsfrei von Geschehnissen in seinem Wirkungskreis spricht. Damit hier keine Mißverständnisse auftauchen: Ich spreche nicht von juristischer Verantwortung, sondern von ethischer.


Ich/wir sind hier noch nicht am Ende und für mich/uns bleiben noch Antworten auf Fragen ungegeben. Dazu gibt es noch jede Gelegenheit und Name und Adresse/E-Mail, Telefon sowohl der Facebook Gruppe als auch einzelner Mitglieder (z.B. meine) sind bekannt und ansprechbar. Bis heute wurde von diesen Kommunikationskanälen, ausser von der Stiftung Ummeln, vorrübergehend von der Tochter von „Onkel Willi“ und Anwälten noch nicht Gebrauch gemacht. Aus genau dieser Richtung. Wir warten darauf....


Viel wichtiger aber ist letztlich eine immer noch ausstehende endgültige Übernahme von Geschichte, Erklärung und Verantwortung der Diakonischen Stiftung Ummeln. Und wie ich gehört habe, besteht Anlass zur Hoffnung, dass dies noch geschehen wird. Dabei müsste die das noch nicht mal zwingend tun. Aber es ist eine angemessene Geste für eine große, soziale und christliche Einrichtung.

Ich habe erlebt, wie der Leiter des Versorgungsamts Hamburg, Herr Manfred Schönbohm, auf einem Heimkindertreffen eine Entschuldigung fand, für erlittenes Unrecht und Leid dieser. Zwar im Namen der Stadt Hamburg, aber mit eigenen Worten und einem Ton, der Anteilnahme und Mitleid vermittelte. Und ohne seine eigene Unschuld an diesen ehemaligen Zuständen betonen zu müssen. Das ist deshalb erwähnenswert, weil es auch laute Vorwürfe und abfällige Kommentare gab.


Ob der Schulleiter der Hans-Zulliger Schule es gleichwertig hinbekommt, zumal er näher am Geschehen war?

Wir werden es erleben, oder auch nicht.